Hundertwassertour

34,5 Kilometer, 520 Höhenmeter

Waldviertel / Niederösterreich

24. Juli 2019

Autor: Jürgen

Mit auf Tour: Elli

 

Beschreibung:

Leichte MTB-Runde (offizielle Routeninfos hier) auf den Spuren des Künstlers Friedensreich Hundertwassers, der in Zwettl und Umgebung seine Spuren hinterlassen hat. Die Tour führt von Zwettl (518m) durch das malerische obere Kamptal und mit kurzem Abstecher zum Hohen Stein (610m) nach Roiten (576m). Weiter nach Frankenreith (708m) und Großgöttfritz (714m) zur Aussichtswarte am Auberg (811m). Zuletzt gemütliches Ausrollen über Sprögnitz und Rohrenreith nach Zwettl. 

  

Schwierigkeitsgrad: leicht (L/T3)

Meist auf breiten Wald- und Feldwegen mit nur kleinen Trailpassagen. Abstecher zum Hohen Stein mit Klammern versicherter Aufstieg (T3). Ab Frankenreith teils auf wenig befahrenen Asphaltstraßen.

 

Dauer: 3:30 Stunden

Distanz: 34,5 Kilometer (mit Abstechern zu Hohem Stein und Aubergwarte)

Höhenmeter: 520 Meter

 

Parkplatz:

In Zwettl beim Sonnenbad.  

 

Einkehrmöglichkeiten:

Gastronomiebetriebe entlang der Strecke

Schwarzalm

Leibspeis-Sonnentor

 

Landschaft: ********* (9/10)

Kondition:             **** (4/10)

Anspruch:                 *** (3/10)



Unterwegs im wunderschönen Kamptal, welches im Oberlauf südwestlich von Zwettl noch sehr naturbelassen ist. Hier findet jeder seinen Privatstrand. Die charakteristische ockerbraune Färbung entsteht durch die Moore im Quellgebiet des Kamp.

 

Hitze auch im sonst temperaturbegünstigten Waldviertel, wir starten bei der Bründlkirche nahe des Zwettler Sonnenbads.

 

Lauf- und Rad-Begeisterte kommen im Kamptal gut miteinander aus, wir fahren heute immer der ausgeschilderten Radroute entlang.

 

Sattes Grün und angenehmer Schatten begleiten uns im tief eingeschnittenen Flußtal. 

 

Unsere heutige Runde ist nach dem Künstler Friedensreich Hunterwasser benannt, der in der Region seine künstlerischen Spuren hinterließ und im Kamptal in den 1960er Jahren eine Eremitage erwarb. Als Schüler war uns sein Eintreten für Individualität und seine Gegnerschaft zur "geraden Linie" sehr sympathisch.

 

Gschwendtmühle.

 

Flussaufwärts.

 

Kontemplatives Radeln durch wunderschöne Naturlandschaft.

 

Wiesenpfad.

 

Schöne Badeplätze. Hier verlangt niemand Eintritt oder Parkgebühr.

 

Uttissenbachmühle. So etwas nenne ich - zumindest von außen - Wohnqualität.

 

Wir nähern uns dem Hohen Stein, der kleinen Erhebung im Hintergrund. 

 

Einiges an Information, Esoterisches inklusive. In der Nähe befindet sich auch die sehenswerte Weißenbachklamm.

 

Kleiner Abstecher von ca. 100 Höhenmetern zum Naturdenkmal Hoher Stein, gut ausgeschildert.

 

Der Hohe Stein ist eine typische Waldviertler Granitformation. Dank einiger Klammern auch für Ungeübte ersteigbar (T3).

 

Der Hohe Stein (659m) mit Gipfelkreuz. 

 

Viele Wandermöglichkeiten an den Waldhängen des Kamptals. 

 

Hier steht das ruhige Naturerlebnis im Vordergrund, bei der Hitzewelle Ende Juli 2019 mit sehr willkommenem Schatten.

 

Zurück zum Rad und ein paar Meter weiter. Ein kleiner Pfad leitet vom Fahrweg ab und wir finden diesen kleinen Strand.

 

Viel mehr als 20° bekommt der Kamp auch im Hochsommer kaum, daher eine ideale Kühlung für die heiße Birne.

 

Ein ganz besonderer Platz, man muss nur die Augen offen halten.

 

Wir biken weiter.

 

Und erreichen kurz vor Roiten die alte Hahnsäge, die Hundertwasser in den 1960ern als Domizil gedient hat. Kaum ein Platz könnte besser geeignet sein, um formschöne Kunst zu schaffen.

 

Weisheiten.

 

Mächte Granitformationen säumen das Kamptal.

 

Das "Drei-Gemeinden-Eck", eine etwas künstlich geratene "Sehenswürdigkeit" am Schnittpunkt der Gemeindegrenzen von Zwettl, Rappottenstein und Großgöttfritz. Die Natur ist hier schön genug.

 

Wir gelangen nach Roiten (576m), bekannt für sein Dorfmuseum. Auch hier hatte, wie unschwer an den künstlerisch verzierten Gebäuden zu erkennen ist, Hundertwasser seine Hände im Spiel. Der Sinn oder künstlerische Wert der "Tankstelle" hat sich uns auf den ersten Blick aber nicht erschlossen.

  

Holzbüste des Künstlers.

 

Bei tropischen Temperaturen verlassen wir das Tal des Kamp und ...

 

... nehmen wir den ersten größeren Anstieg in Angriff ...

 

... der uns nach Frankenreith bringt (708m).

 

Ab hier führt die Tour mit längeren Asphaltstrecken durch sanftes Hügelland. 

 

Vorbei an Großgöttfritz (714m) und wieder hinein in den kühlenden Wald. 

 

Der Weg führt durch lichten Fichtenwald bergan, hier bietet sich mit der Aubergwarte ein weiterer Abstecher an.

 

Auf schönem Naturpfad wenige, aber schweißtreibende Minuten hin zur ... 

 

... Aubergwarte am Gipfel des Aubergs (811m). 

 

Von der Aussichtsplattform hat man einen tollen Rundblick über das Waldviertler Hochland. Bei sehr guter Fernsicht könnte man das Panorama der Voralpen studieren, heute ist es etwas zu diesig dafür.

 

Schwindelfreiheit vorteilhaft, in jedem Fall aber sehr lohnend.

 

Zurück am "Wild-Kräuterweg", man merkt die Nähe eines für seine Naturprodukte bekannten Unternehmens.

 

Abwechslungsreiches Sporteln, hier wieder am Radeln.

 

  

Vorbei an Sprögnitz mit dem oben erwähnten Unternehmen, das angeschlossene Landgasthaus ist für eine Einkehr zu empfehlen.

 

Letzte Bergwertung am Kirchbühel (720m) bei Rohrenreith, zentral im Hintergrund der Auberg.

 

Bergabfahrt mit Pflanzenpanorama, auch der Hanf gehört zunehmend zum Landschaftsbild.

 

Forstwege, Waldwege, Flüsse, Hügel, Wiesen ... jetzt schon wieder knapp vor Zwettl.

 

Uneingeschränkt empfehlenswerte Hopfenspezialitäten.

 

Unsere Runde endet am Rand vom Zwettl im Kamptal bei den bunten Häusern nahe der Bründlkirche und des Sonnenbads. Wer will, kann im historischen Stadtzentrum noch den Hundertwasserbrunnen besuchen. Urlaub im Waldviertel erzeugt bei uns innerhalb kurzer Zeit einen ganz besonderen Entspannungs- und Gemütszustand, die Hundertwasserrunde ist dafür der ideale Einstieg. 


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Kommentare: 1
  • #1

    Josef (Sonntag, 28 Juli 2019 16:28)

    Vielleicht muss man erst in die Ferne, um die Heimat so treffend zu beschreiben. Sehr schön!