Skitour Padauner Kogel

Zillertaler Alpen

2066 Meter

20. Februar 2018

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Der Padauner Kogel (2066 Meter) stellt das genaue Gegenteil zu einem Modeberg dar: Ein ruhiger Anstieg, der selten wirklich verspurt ist. Jede Menge Platz für die Abfahrt. Was Schuld an seiner geringen Prominenz trägt? Einerseits ist es wohl die Tatsache der nahen Autobahn, andererseits wohl der Ruf als Schneeschuhberg, der der Aussichtswarte der Zillertaler Alpen vorauseilt. So oder so wartet hier eine schöne, ruhige Tour, die sich als Schlechtwetter-Variante anbietet. Meine Tour führt vom Bahnhof in Gries am Brenner weg nach oben, Abfahrt wie Aufstieg - es gibt schöne, steile Varianten, die ich aber aufgrund der schlechten Sicht ausgelassen habe.

 

Schwierigkeitsgrad: einfach (L)

Abfahrt und Aufstieg meist im lichten Wald und auf Forststraßen. Der Kamm ist flach, darunter kann bei ungünstigen Verhältnissen Gefahr lauern. Abfahrts-Varianten sind je nach Schneelage nicht ratsam.

 

Schnee- und lawinenkundliche Erfahrung nötig. Für aktuelle Verhältnisse die Informationen des Lawinenwarndiensts beachten. 

  

Dauer: 3 Stunden

Distanz: 10,4 Kilometer

Höhenmeter: 829 Meter

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze beim Bahnhof in Gries am Brenner (ca. 1230 Meter).

 

Einkehrmöglichkeiten:

keine

 

Landschaft:      ********* (8/10)

Kondition:                ***** (5/10 - je nach Schneelage)

Anspruch:                    **** (4/10)



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Der Padauner Kogel (2066 Meter) im Wolkenmeer.

 

Ich starte die Tour beim Bahnhof Gries am Brenner, wo fünf, sechs Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Alternativ parkt man in Gries am Brenner und steigt über die Wiesen auf. Nach der Bahnunterführung zweigt vom Steig zum Padauner Kogel ein kleiner, unbeschilderter Pfad ab, auf dem ich mich halte.

 

Wer da wohl gewohnt haben mag? Hier geht's links vorbei am kleinen Steig nach oben.

 

Hier führt der kleine Steig zur Forststraße hinauf.

 

Auf ca. 1400 Höhenmetern erreiche ich die Forststraße - jetzt heißt's ein wenig Langlaufen.

 

Danach führt der Pfad auf den Sommer-Wanderweg zum Padauner Kogel.

 

Ein Schneeschuhgeher vom Vortag und einige Spuren der letzten Tage erleichtern das Gehen. Der tragfähige Harschdeckel trägt das seinige zum guten Aufstieg bei.

 

Bei der nächsten Kreuzung mit der Forststraße halte ich mich am breiten Weg.

 

Immer dem Ziehweg nach.

 

Auf 1800 Metern ist es dann soweit: Die schönen Abfahrts-Wiesen des Padauner Mähder sind erreicht, einige kleine Hütten säumen den Weg.

 

Blauer Himmel? Nur kurz.

 

Der Schnee auf den Hütten zeigt die gute Unterlage - hier endet auf ca. 1820 Metern auch der schmale Ziehweg und mündet in den Wanderweg.

 

Nun geht's über freie Hänge bergauf - ein Traum, wäre da nicht der erwartete Harschdeckel. Bei Pulver und Neuschnee ist das Gelände hier bei guter Schneelage ideal.

 

Kurz blinzeln Leitnerberg und Eggerberg zwischen den dichten Wolken hervor.

 

Kurz vor dem Grat, die Wiesen sind wenig steil.

 

Auf gut 1950 Metern komme ich auf den flachen Kamm - wie zu erwarten war herrscht hier dichter Nebel, unverspurtes Gelände, aber zum Glück nur wenig Wind.

 

Der Wanderweg verläuft direkt am Zaun - rechts (östlich) warten steile Hänge.

 

Flache Hänge, wenig Gefahren, leider auch wenig Aussicht heute.

 

Der letzte Hang vor dem Gipfel, kurz etwas steiler.

 

Gipfelkreuz im Nebel - das taucht noch ganz unverhofft auf.

 

Der Padauner Kogel (2066 Meter), diffuses Wetter und ein zufriedener Tourengeher.

 

Dann wartet eine oben noch schöne Abfahrt auf dem tragfähigen Harschdeckel, zwischendurch ist es aber immer wieder ein Graus zum Fahren. Aber der Regen der vergangenen Tage ist in der Schneedecke immer noch spürbar.

 

Der Kamm mit dem Nösslachjoch kurz im Sonnenschein, darunter mein Abfahrtsgelände.

 

Ab etwa 1700 Metern fahre ich auf der Forststraße weiter.

 

Und auf den Hängen über dem Steinhof endet dann meine Tour langsam. Von hier fahre ich neben der Fahrstraße zurück zum Bahnhof - dafür braucht's mehr Schnee. Eine nette kleine Tour, die ich mir bei besserem Wetter noch einmal auf den Plan schreiben werde.



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