Sonnenspitze (Glungezer)

Tuxer Alpen

2639 Meter

28. Jänner 2018

Autor: Jürgen

 

Beschreibung:

Vom Parkplatz der Glungezerbahn (930m) auf der Piste über Tulferhütte (1.337m) und die Mittelstation Halsmarter (1.560m) hinauf zur Tulfeinalm (2.035m). Dies ist die schnellste Linie, es gibt schönere, aber langsamere Varianten durch den Wald. Weiter hinauf zum Tulfeinjöchl unterhalb des Schartenkogels und von dort im freien Gelände den unübersehbaren Stangen folgend zum Gipfel der Sonnenspitze, nahe der Glungezer Hütte und des Glungezer-Gipfels. Bei Schönwetter empfiehlt sich der Ostanstieg auf den Glungezer und wenige Minuten weiter zur Sonnenspitze. Abfahrt wie Aufstieg. 

  

Schwierigkeitsgrad: leicht (L), bis zum Tulfeinjöchl Piste, danach freies Gelände. Nur der Gipfelhang der Sonnenspitze ist etwas steiler. 

  

Schnee- und lawinenkundliche Erfahrung nötig. Für aktuelle Verhältnisse die Informationen des Lawinenwarndiensts beachten. 

 

Dauer: 4:30 Stunden

Höhenmeter: 1.710 Meter

 

Parkplatz:

Parkplätze der Glungezerbahn.

 

Einkehrmöglichkeiten:

Tulferhütte

Halsmarter

Tulfeinalm

 

Landschaft:   ******* (7/10)

Kondition:     ******* (7/10 - je nach Schneelage)

Anspruch:             *** (3/10)



Die Sonnenspitze (2.639m) glänzt mit einem hervorragenden Ausblick auf Innsbruck und das Inntal. Durch die Nähe des Glungezers und seines Skigebiets ist die Tour überaus beliebt. Bei etwas schlechterem Wetter so wie heute habe ich den Gipfel aber ausnahmsweise einmal für mich alleine.

 

Wenn man die Sonnenspitze so wie ich von Tulfes angeht, hat die Tour eine nicht zu unterschätzende Länge und über 1.700 Höhenmeter. Noch länger ist es von Volders im Inntal aus, dann ist die Tour angeblich die längste Skitour Tirols mit ca. 2.200 Höhenmeter. 

(Aufnahme vom Walder Joch wenige Tage zuvor).

 

Start vom Parkplatz der Glungezerbahn in Tulfes. Nach der anstrengenden Runde in der Wattener Lizum am Tag zuvor brauche ich heute etwas für den unteren Pulsbereich. Trotz Hochdruck sorgt eine durchziehende Warmfront für diffuses Licht, es ist sehr mild.

 

Die Piste ist im unteren Teil offiziell zwar gesperrt, aber top in Schuss. Frühere Touren waren da teilweise richtige Grasski-Experimente.

 

Da oben weit entfernt das Ziel: der Gipfel des Glungezer und die benachbarte Sonnenspitze.

 

Die mich immer wieder beeindruckende Südflanke des Gr. Bettelwurf (2.726m).

 

Auf ca. 1.350m passiere ich die diversen Hütten, die ich immer verwechsle: Tulferhütte, Gluckserhütte, Gufl.

 

Danach wird's etwas monoton - immer der fast geraden Piste nach. Zwischenetappe ist die Mittelstation Halsmarter (1.560m).

  

Wo ich gleich Opfer der allgegenwärtigen Videoüberwachung wurde :)

 

Hier kann man richtig Kondition schinden oder gemütlich von Zaunstange zu Zaunstange gleiten.

 

Im Inntal braucht's langsam wieder Schneenachschub.

 

In direkter Linie die Piste hinauf, dadurch sammelt man schnell Höhenmeter. Die anderen Routen durch den Wald bräuchten etwas mehr Zeit.

 

Nahe der Tulfeinalm (2.035m). Hier kann man links die meist vorhandene Spur nehmen, die weiter auf den beliebten Schartenkogel (2.311m) führt. 

 

Auch weiter oben überwiegt noch der Skigebietscharakter.

 

Dafür sind die Ausblicke 1a.

 

Kurz vor dem Tulfeinjöchl (2.278m) sieht man den letzten Teil der Tour ein: immer den Stangen nach. Links oben der Glungezer, rechts mein Ziel die Sonnenspitze.

 

Der Schartenkogel (2.311m), meist ist hier mehr los als heute nachmittag.

 

Hinter dem Voldertal Haneburger (2.596m) und Malgrübler (2.749m), gezeichnet vom Föhnsturm der Vorwoche. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel mehr diese Berge im Vergleich zum weiter östlich liegenden Hirzerkamm abgeblasen sind. 

 

Entlang der Stangen ist die Route pistenartig eingefahren. Selbst um 15:00 Uhr ist an diesem eher mittelmässigen Schönwettertag noch einiges los.

 

Von einer Stange zur nächsten.

 

Die Nordwestströmung der Warmfront sorgt zwischendurch für eine raue Brise.

 

Die letzten Meter etwas steiler.

 

Oben auf 2.639m! 3:25h Bewegung, viel frische Luft und allein am Gipfel. 

 

Hoch über dem Unterinntal, Blick nach Hause.

 

Von Volders im Inntal ist die Tour ein ziemlicher Brocken.

 

Innsbruck liegt zu Füssen.

 

Der Sender des Patscherkofel gut 400 Höhenmeter tiefer. Im Hintergrund Nockspitze/Saile (2.404m), Spitzmandl, Pfriemeswand sowie noch weiter hinten das Birgitzköpfl (1.982m). 

 

Das ruhige Viggartal, dahinter die etwas weniger ruhigen Wipp- und Stubaital. 

 

Im Süden am Brenner Grenzkamm sonnig.

 

Die Serles (2.717m) im Dunst.

 

Der lange Grat zwischen Kreuzspitze und Glungezer heute eher nicht so einladend.

 

Selbiges muss man leider generell vom Gipfelbereich des Glungezer behaupten.

 

Die Glungezerhütte auf 2.610m.

 

Der Largoz - wenn Roman nicht zu Hause oder im Büro ist, sitzt er mit hoher Wahrscheinlichkeit dort am Gipfel (oder ist Rodeln bei der Rinner Alm). Ich mag den Berg aber auch.

 

Das Wiesenplateau der Walderalm samt Walder Joch (1.636m).

 

Wenn die Zersiedelung im Inntal so weitergeht, wird es in 50 Jahren wohl eine durchgehende Stadt von Innsbruck über Hall bis Wattens geben.

 

Genug der Gedanken, runter geht's. Es gäbe für die Abfahrt einige Varianten, ich bleibe aufgrund des diffusen Lichts aber bei der Stange.

 

Schönwetter kündigt sich im Oberland an.

 

Zurück nahe des Schartenkogels, die Wolkendecke beginnt aufzureißen. Herrliche Abendstimmung!

 

Niemand mehr auf den Pisten.

 

Halsmarter vor dem Unterinntal. Die Ausblicke im Skigebiet sprechen für sich.

 

Bei der Tulferhütte.

 

Das im Winter so unnahbare Karwendel, auf den Südgrat der Brandjochspitze freue ich mich schon wieder.

 

Ebenso auf diese unwirtlichen Felsgestalten: Hütten-, Wechsel- und Fallbachkarspitze

 

Wieder zurück in Tulfes. Der Glungezer ist immer wieder ein Hit!

 


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