Skitour Sonntagsköpfl und Gamssteine

Tuxer Alpen

2244 / 2142 / 1942 Meter

29. April 2017

Autor: Jürgen

 

Beschreibung:

Von Grafenast (1.360m) über den Forstweg zum Loassattel (1.680m) und zum Maschentalalm-Hochleger (1.710m). Durch den Graben und hinauf zur Normalanstiegsspur auf das Sonntagsköpfl (2.244m). Nordseitig Abfahrt bis auf ca. 1.980m und steiler Gegenanstieg, zuletzt am flachen Grat zum Gr. Gamsstein (2.142m). Weiter am Grat, dann im schönen Abfahrtsgelände und mit kleinem Gegenanstieg zum Kl. Gamsstein (1.942m). Abfahrt zum Loassattel und retour zum Startpunkt. 

   

Schwierigkeitsgrad: leicht (L), im Gipfelbereich des Gr. Gamsstein schwierig (ZS) - Absturzgefahr am schmalen Grat.

  

Schnee- und lawinenkundliche Erfahrung nötig. Für aktuelle Verhältnisse die Informationen des Lawinenwarndiensts beachten. 

 

Dauer: 5,5 Stunden

Höhenmeter: 1.140 Meter

 

Parkplatz:

Gebührenpflichtige Parkplätze am Hochpillberg.

 

Einkehrmöglichkeiten:

Ghf. Loas

 

Landschaft:      ******* (7/10)

Kondition:          ****** (6/10 - je nach Schneelage)

Anspruch:           ****** (6/10)



Der Große Gamsstein (2.142m) - im Sommer einfache Kletterei, im Winter ein kleines Gratschmankerl auf einer bei Neuschnee atemberaubenden Rundtour über "kleine" Gipfel in den Tuxer Alpen.

 

29. April 2017, 6:30 Uhr, hoch über dem Inntal. Über Nacht gab es ober 1.000m nochmals eine Packung Neuschnee. Zeit für eine Rundtour, die sich auch für den Frühwinter anbietet. Jedoch starte ich nicht wie die allermeisten anderen von Hochfügen, sondern vom für mich deutlich näheren Pillberg auf 1.360m.

 

Am Forstweg zum Loassattel ein Bild wie aus dem Hochwinter. Zuerst visiere ich das Sonntagsköpfl auf Hochfügener Seite an, am Retourweg will ich die beiden Gamssteine überschreiten: rechts der Große (2.142m), links der Kleine Gamsstein (1.942m).

 

Ende April - kaum zu glauben. Selten im Winter 2017 so spuren müssen.

 

Kurz vor dem Loassattel.

 

Beim Ghf. Gamsstein (1.680m). Niemand zu sehen hier.

 

Gleich hinter dem Loassattel der Wegweiser zum Sonntagsköpfl. Ich halte mich aber am Forstweg zum Hochleger der Maschentalalm. 

 

Beim Begriff "Winterwunderland" reagiere ich allergisch. Ausnahmsweise lasse ich das hier aber gelten.

 

Der Kuhmesser in fantastischer Morgenstimmung. Der Berg ist ein echter Allrounder für Wandern und Trailrunning, und auch über die Steilflanke auch eine rassige Skitour.

 

Die Aprilsonne heizt ein. Zäh geht's trotz nur leicht steigender Wegführung zum Spuren.

 

Blick hinaus zur Hochfügener Straße und ins Zillertal. Die Radroute rund um das Kellerjoch hat mich über die Hänge von Gart- und Geolsalm geführt.

 

Vor mir tauchen Sonntagsköpfl (2.244m) und Gilfert (2.506m) auf. Noch alles unverspurt, das sollte an diesem Tag aber nicht lange so bleiben.

 

Ich sollte Recht behalten. Von Hochfügen ziehen bereits einige Gruppen hinauf zum Sonntagsköpfl. Ich werde dankbar sein für deren Spurarbeit.

 

Mit etwas Höhenverlust hinunter zum Maschentalalm-Hochleger (1.710m). Von hier macht das Sonntagsköpfl was her. An dieser Stelle quert auch die direkte Aufstiegsspur zum Kleinen Gamsstein.

 

Drüber über den Maschentalbach und im tiefen Pulver schräg hinauf.

 

Nun schon wieder auf selber Höhe wie der vorhin passierte Hochleger. Im Hintergrund der Kuhmesser.

 

Steil hinauf, im T-Shirt die reinste Sauna. Im Hintergrund der Gr. Gamsstein.

 

Endlich auf der Spur, Zeit zum Durchschnaufen am Normalanstieg.

 

Schöner Anstieg auf das Sonntagsköpfl. Fein der Schatten zwischendurch.

 

Schon im oberen Bereich, der Anstieg weist keine Schwierigkeiten auf.

 

Am Gipfel des viel besuchten Sonntagsköpfl (2.244m).  

 

Viele Spuren auch im schon geschlossenen Skigebiet Hochfügen. Zentral der Pfaffenbichl (2.431m), im Hintergrund der Roßkopf (2.576m).

 

Blick auf den weiteren Tourenverlauf: nächstes Ziel ist der Gr. Gamsstein (links der Bildmitte) und zum Abschluß noch der Kl. Gamsstein (die unscheinbare Erhebung rechts). 

 

Da staubt's!

 

Herrliches Abfahrtsgelände vom Sonntagsköpfl. Ich biege als einziger zu den Gamssteinen ab.

 

Da noch weiter runter, anfellen und etwas steiler hinauf zum Kamm.

 

Hoch über der Maschentalalm ist bei sehr warmen Temperaturen wieder Spuren angesagt. 

 

Es sind nur knapp 150 Höhenmeter auf den Kamm. Im Hintergrund der Gilfert.

 

Der Gipfelanstieg zum Gr. Gamsstein ist kurz, aber der anspruchvollste Teil.

 

Kurz wühle ich mich mit Ski auf dem Rucksack durch die Wechte und schnalle am schmalen Grat wieder an.

 

Am Großen Gamsstein (2.142m).

 

Rückblick auf die Aufstiegsroute.

 

Am Sonntagsköpfl spielt es sich an schönen Tagen ab.

 

Ich schaue mir den Trubel da drüben mit 50er Sonnencreme im Gesicht vom Gamsstein an.

 

Vorsicht ist auf dem schmalen Grat in jedem Fall geboten: auf beiden Seiten steil abfallende Flanken.

 

Am Gilfert (2.506m) wie meist auch viel los. Die Nordost-Route hat heute aber keiner genommen.

 

Weiter geht's am schmalen Grat. Vorsicht auf die Wechte!

 

Zum Schluß leicht gefinkelt absteigend ins flachere Gelände. Direkt an der Kante ist es für ein paar Meter ausgesetzt.

 

Weiter mit schöner Abfahrt hinunter zum Kleinen Gamsstein.

 

Blick zum Ausgangspunkt am Pillberg.

 

Famose Pulverabfahrt.

 

Am Nachmittag werde ich mit kurzer Hose da unten im grünen Tal sitzen. Das ist das Besondere an Skitouren im Frühjahr.

 

Nach der Abfahrt noch ein kleiner Gegenanstieg zum Kleinen Gamsstein.

 

An dessen Gipfelkreuz vorbei (1.942m).

 

Und weiter hinunter zum Loassattel.

 

Abfahrt vom Kleinen Gamsstein.

 

Letzte Schwünge im freien Gelände.

 

Zurück beim Ghf. Gamsstein.

 

Der Gr. Gamsstein mit meinen Abfahrtsspuren.

 

Bei der Naunzalm. Den Schnee am Forstweg hat's binnen weniger Stunden geputzt. Ein bisschen lockerer Fußmarsch schadet auch nicht.

 

Letzter Blick auf meine Spuren am Gamsstein. Super Rundtour über "kleinere Gipfel", die ich auf jeden Fall wieder machen werde! Wer etwas Forstweg-Zustieg nicht scheut, bleibt auch den größten Ansammlungen etwas fern.

 


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