Stanser Joch - Weihnachtsegg

2102 Meter

Karwendel

13. September 2017

Autor: Roman & Jürgen

 

Beschreibung:

Einfacher und zugleich schöner ist kaum eine andere Kamm-Wanderung im Karwendel: Von Jenbach aus führt der Rundweg über das Zeiselegg (1003 m) und das Brandkögerl (1288 m) zum Weihnachtsegg (1740 m). Am flachen und aussichtsreichen Kamm zieht sich der Weg weiter bis zum Stanser Joch (2102 m) und von dort im direkten Weg wieder zurück nach Stans, wo entweder Auto oder Bus zurück nach Jenbach warten.

 

Schwierigkeit: mittel schwierig (markiert und versichert/T3+)

Von Jenbach bis zum Brandkögerl mittel schwierig, da steil und rutschig, an einer Stelle versichert (T3+). Weiterweg zum Weihnachtsegg weniger schwierig (T3). Übergang zum Stanser Joch kaum noch schwierig (T2). Abstieg nach Stans auf dem Wanderweg (T3).

 

Dauer: 6 Stunden

Höhenmeter: 1523 Meter

Kilometer: 13,6 Kilometer

 

Parkplatz:

Anreise mit zwei Autos empfiehlt sich:

- Kostenfreie Parkplätze in Jenbach im Zentrum.

- Kostenpflichtig in Stans bei der Wolfsklamm (4€/Tag) oder kostenfrei im Dorf.

- Alternativ verkehrt ein Postbus (Nr. 4111) zwischen Stans und Jenbach. Fahrzeit ca. 10 Minuten (Fahrplan gibt's hier).

 

Einkehrmöglichkeiten:

Keine Einkehrmöglichkeiten am Weg.

 

Landschaft:    ********** (10/10)

Kondition:            ******* (7/10)

Anspruch:                 ***** (5/10)


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Traumwanderung am Kamm und ihr Ziel: Stanser Joch (2102 Meter).

Etwas verschwommen: Der Start im Dunkeln in Jenbach Richtung Brandköpfl (schwarz markiert, da das Gelände ab und an steil und rutschig ist).

Wir halten uns in Richtung Stanser Joch - der Weg ist durchgehend markiert. 

Flott geht's durch den Wald zum Zeiselegg (1005 Meter) - ein Kreuz erinnert an den 1944 hier der Nähe jung verstorbenen Otto Fleck.

 

Jürgen ist am Weg zum Stanser Joch nicht zu bremsen - die Kamera konnte ihn kaum noch scharf einfangen.

Am Weg zum Brandkögerl ist der Weg dann etwas steiler im teils abschüssigen Gelände (T3+) - wir hatten aber mit den Trailrunning-Schuhen trotz Rutschigkeit keine Probleme.

Auf etwa 1200 Metern kommen dann die ersten Sonnenstrahlen.

Eine relativ neu versicherte Stelle, die nicht unbedingt notwendig ist, aber zumindest zeigt, dass der eher selten begangene Weg noch gewartet wird.

Das Brandköpfl (1288 Meter/auch Brandkögerl) - nicht wirklich ein Berg, dafür ein großer Hotspot.

Zwei Väter unter sich: Jürgen und Roman nach kurzer Nacht und frühem Start bei der ersten Rast am Brandköpfl.

Es geht weiter Richtung Weihnachtsegg und Stanser Joch. Das Gelände ist von hier an einfacher (T3).

Richtungs-Pfeile sind für Jürgen heute mehr Beschleunigungs-Pfeile, wie es scheint.

Völlig unverhofft entpuppt sich die Jöchlalm (1531 m) als traumhafter Aussichtspunkt. Das gesamte Rofangebirge breitet sich vor uns aus - Jürgen und Roman sind sich einig: Der perfekte Platz für ein Ferienhäuschen!

Von der Jöchl-Alm gibt es eine Abstiegsvariante zur Rodelhütte und von dort wieder nach Jenbach (T3).

Nach der Jöchl-Alm steigen wir hier über eine Wiese an - das Gelände wird einfacher.

Was für Fernblicke über das Inntal - auch der Zahme Kaiser zeigt sich.

Die gut ausgeschnittene Latschengasse macht keine Probleme mehr - Genuss pur.

Die letzten Meter zum Weihnachtsegg - Jürgen und Roman stimmten ein wenig Weihnachtslieder an, die gingen dann bis zum Stanser Joch nicht mehr aus dem Kopf.

Das Weihnachtsegg (1740 Meter), ein unscheinbarer Gipfel.

Jürgen gibt die Linie vor auf dem immer flacher werdenden Kamm (T2).

Das Stanser Joch taucht nach einem der wenigen Hügel zum ersten Mal auf - noch sind es aber fast 200 Höhenmeter bis zum Gipfel mit dem kolossalen Kreuz.

Die dritte Abzweigung, die einen Abstieg nach Jenbach ermöglicht. Dieses Mal führt der Weg über die Heiterlahnalm - ein Schild weißt aber auf das rutschig Gelände (Vorsicht bei Nässe!) hin.

Ein Blick zurück auf den Kamm mit der weitreichenden Aussicht.

Auch Richtung Norden schweift das Auge weit ab - hier zeigen sich Seebergspitze und Seekarspitze (l.), davor der beliebte Bärenkopf.

Auf gut 2000 Metern zieht im ungeschützten Gebiet ein bissiger, kalter Wind auf.

Ein Blick auf das Karwendel mit Fiechter Spitze, Mittagsspitze und Hochnissl.

Kurz vor dem Gipfel pfeift uns ein eisiger Wind um die Ohren - Jürgen ist gut eingepackt.

Jürgen am Stanser Joch (2102 Meter) mit seinem riesengroßen Gipfelkreuz.

Am Gipfel ergibt sich ein Blick auf den Achensee, rechts davon die Unnütze und ganz hinten rechts der markante Guffert.

Am Stanser Hochleger vorbei steigen wir auf dem Wanderweg (T3) flott bergab.

Nach nur gut 2:30 Stunden Aufstiegszeit und einer windbedingten kurzen Gipfelrast sausen wir auf dem wenig schwierigen Wanderweg talwärts.

Die neu präparierte Forststraße (eine tolle Mountainbike-Strecke) queren wir öfters.

Auch im Abstieg kommt die Aussicht nicht zu kurz - die Tuxer Alpen sind nach dem Kälte-Einbruch Anfang September schneebedeckt.

Wir halten uns immer in Richtung Stans und der Kapelle Maria Tax.

 

Und dann sind wir zurück: Stans empfängt uns, der Parkplatz Wolfsklamm liegt fast direkt am Ende des Weges. Alternativ zu unserer Variante (2 Autos) fährt ein Bus in nur wenigen Minuten von Stans zurück nach Jenbach.



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