Martinswand

Route "Emmentaler" (V-)

Karwendel

30. August 2017

Autor: Jürgen

Mit auf Tour: Flo und Kevin

 

Beschreibung:

Vom Parkplatz ca. 15 Minuten der Beschilderung "Vorbaurouten" folgend zum Einstieg. Die Tour umfasst 4 Seillängen über knapp 200hm, genaue Informationen hier. Ausstieg nach rechts und am Fußabstieg zurück zum Parkplatz.   

 

Schwierigkeitsgrad: großteils IV / 1 Stelle V-

Auf Steinschlag achten, Helm obligatorisch!

 

Dauer: 2 Stunden

Höhenmeter: 195 Meter

 

Parkplatz:

Kostenfreier Parkplatz an der Landesstraße nach Zirl.

 

Einkehrmöglichkeiten:

keine

 

Landschaft:      ******* (7/10)

Kondition:                  ** (2/10)

Anspruch:      ********* (9/10 - Bewertung für Nicht-Kletterer)



Mitten in der Martinswand.

 

Die Route "Emmentaler" in der Martinswand - Topo von bergsteigen.com. Für einen klassischen Bergsteiger, der sich üblicherweise im (seilfreien) II/III. Grad bewegt, ist die Ansammlung an IVer Stellen eine andere Welt. Langsames Herantasten und Vertrauen ins Material ist angesagt.

 

Ich darf mich als Sportkletter-Neuling in die Obhut der Spezialisten Flo und Kevin begeben. Start frühmorgens an der Martinswand.

 

Der Beschilderung "Vorbau Routen" zum Einstieg folgen.

 

Nach 20 Minuten erreichen wir den Einstieg.

 

Für Kletterer ein Klacks, für mich definitiv eine andere Liga als die üblichen ausgesetzten Grate im II./III. Grad.

 

Flo im Vorstieg. Bei ihm sieht das sehr easy aus.

 

Der IIIer Einstieg bereitet keine Schwierigkeiten. Schnell wird das ganze aber deutlich schwieriger als das Gelände, in dem ich mich üblicherweise bewege. Die ständige Seilsicherung ist mental bei mir noch nicht verankert.

 

Über die erste IVer drüber. Sehr ungewohnte Kleingriffigkeit.

 

Am Ende der ersten SL nochmals eine Querung (wir queren die Route "Flotter Dreier", wo eine andere Seilschaft aufsteigt).

 

Stand und durchatmen. Ein wunderschöner Spätsommertag hoch über dem Inn und der nicht zu überhörenden Autobahn.

 

Flo flitzt die zweite SL hoch. Die erste Stufe gleich nach dem ersten Stand war für mich die anspruchsvollste Stelle der gesamten Tour (IV lt. Topo).

 

Er hat alles im Griff.

 

Kevin in der steilen Stufe der 2. SL.

 

Darüber weiterhin steil, aber mit etwas größeren Griffen und Tritten weiter.

 

Auf den steilen, griffigen Platten (durchgehend IV) vor dem zweiten Stand. Hier begann sich Genuß einzustellen!

 

Ein wunderschöner Spätsommermorgen.

 

Rückblick auf die ersten beiden SL.

 

Die 3. SL wartet lt. Topo mit den Schlüsselstellen auf: zuerst eine kleingriffige Platte (IV+), und rechts darüber eine weitere Stufe (V-).

 

Flo schon über der Schlüsselstelle (V-), darüber geht es mit einem angenehmen IIIer zum dritten Stand in der Nähe des sichtbaren Baums.

 

Die V- kam mir leichter vor als die beiden schwereren Stellen in den ersten beiden SL. An die Ausgesetztheit habe ich mich relativ schnell gewöhnt.

 

Kevin oberhalb der Schlüsselstelle.

 

Dritter Standplatz. Die Materialschlacht ist für mich Karwendel-Puristen gewöhnungsbedürftig.

 

Wir bereiten uns auf die letzte SL vor. Diese überwindet einen plattigen Pfeiler (IV) und leitet zu einem schottrigen Ausstieg. Oberhalb eine letzte anspruchsvolle Stufe.

Beim Ausstieg. Die letzte Stufe hat mich nochmals gefordert, ich musste mit einer Expresse etwas "schwindeln".

 

Wir justieren für den Abstieg um.

 

Abstieg: zuerst im Ier Gelände hinausqueren, dann den Normalweg zurück zum Parkplatz (T4).

 

Beeindruckende Martinswand. Die gekletterte Route verläuft durch den leicht geneigten Wandvorbau. In Summe für mich eine geglückte erste Mehrseillängentour, die doch für deutlich mehr Nervenkitzel als die sehr schöne Überschreitung des Hechenbergs einige Hundert Höhenmeter höher mit Roman gesorgt hat.

 


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