Skitour Juifen

Vorkarwendel

1988 Meter

20. Februar 2017

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Als nördliche Warte des Vorkarwendels  ist der Juifen (1988 Meter) nicht zuletzt wegen seiner großartigen Aussicht eine sehr beliebte Skitour. Die Nähe zur deutschen Grenze lässt an schönen Wochenend-Tagen Hunderte an den Startort im Achental pilgern, von wo aus entweder der Juifen oder die einfacher zu erreichende Hochplatte (1813 m) angesteuert wird. Im Aufstieg sind aber teils längere Flachpassagen und kleine Gegenanstiege zu bewältigen - ein wenig Zeit und Ruhe sollte man sich also nehmen.

 

Schwierigkeitsgrad: wenig schwierig (WS)

Meist flach und ungefährlich - nach der Falkenmoosalm (1324 Meter) wartet ein Flachstück zur Großzemmalm (1550 m) - dort gilt es auf die Seitenhänge zu achten. Vorsicht bei der Querung von der Lämpereralm (1725 m) zum Juifen unter den Nordosthängen der Marbichlerspitze. Abfahrt mit Varianten am Aufstiegsweg.

 

Schnee- und lawinenkundliche Erfahrung nötig. Für aktuelle Verhältnisse die Informationen des Lawinenwarndiensts beachten. 

  

Dauer: 4 Stunden

Distanz: 15,8 Kilometer

Höhenmeter: 1140 Meter

 

Parkplatz:

Kostenpflichtige Parkplätze (2,50€ bis 4 Stunden/5€ ganztägig) beim Parkplatz Falkenmoss in Achenkirch/Tiefental (ca. 890 Meter).

 

Einkehrmöglichkeiten:

Am Weg keine.

 

Landschaft:      ******** (8/10)

Kondition:          ******* (7/10 - je nach Schneelage)

Anspruch:                ***** (5/10)



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Das Gipfelkreuz des Juifen (1988 Meter) mit Blick ins Karwendel.

 

Vom Parkplatz weg wartet anfangs die Forststraße zur Falkenmoosalm. Auf ein wenig Langlauf-Stil muss man sich jetzt einstellen.

 

Die Route ist beliebt und oft verspurt - sollten keine Spuren vorhanden sein, bietet sich die Forststraße als sicherer Weg an.

 

Im morgendlichen Nebel zeigt sich gegenüber das Unnütz-Massiv - ein ebenfalls sehr lohnendes Ziel für Ski- und Wandertouren.

 

Die Wiesen der Falkenmoosalm sind erreicht - hier zeigt sich schön der Nordostgrat der Hochplatte, die von hier aus ebenfalls als Skitour erreicht wird.

 

Der Weg zur Falkenmoosalm ist nach dem stark frequentierten Wochenende gut verspurt.

 

Der Ausblick reicht weit ins Rofangebirge und Mangfallgebirge hinein - der markante Guffert dominiert die Szenarie.

 

Bei der Falkenmoosalm (1324 Meter) führt der Weg dann hier durch den Wald hinauf.

 

Auf ca. 1490 Metern Höhe zweigt der ebenfalls gut verspurte Weg zur Hochplatte ab - ich halte mich aber Richtung Juifen und sehe einer kurzen Abfahrt entgegen.

 

Kurz führt der Pfad einige wenige Höhenmeter bergab Richtung Großzemmalm.

 

Im weiten Bogen wird der Kessel der Großzemmalm (Mitte) gequert. Hier gilt es bei unsicheren Verhältnissen auf die Seitenhänge zu achten - einige Lawinenreste stellen sich mir noch in den Weg. Hinter der Alm zeigt sich die Scharte, die zu Kafell (r.) führt.

 

Ein Blick zurück.

 

Von der Großzemmalm (1550 Meter) führt der Weg nun flott hinauf zum Kamm.

 

Das Gelände zeigt sich an den exponierten Stellen zusehends abgeblasen.

 

Die Sonne setzt sich mehr und mehr durch - links taucht die Marbichlerspitze auf.

 

Die dritte Alm auf meinem Weg: Die Lämpereralm (1728 Meter).

 

Danach kommt die Querung unterhalb der Marbichlerspitze, die mit Vorsicht zu genießen ist - ein Blick zurück, hinten blicken Guffert und Unnütz herüber.

 

Der schon abgeblasene Hang wartet auch heute mit Wind auf - hier geht's rauf.

 

Ich komme!

 

Die schönen, markanten und bekannten Wechten des Juifenkamms.

 

Der letzte Hang, stark abgeblasen, oben das Gipfelkreuz.

 

Das Gipfelkreuz des Juifen (1988 Meter) - die Aussicht reicht weit.

 

Ein windiges Selfie - aus mehreren Gründen.

 

Im Nordosten zeigt sich Bayern mit seinem großteils sanften Mangfallgebirge.

 

Dann mache ich mich am Aufstiegsweg an die Abfahrt. Mit diesen Weggefährten im Fokus macht das natürlich nur noch mehr Spaß.

 

Die Abfahrt ist trotz der vieler Spuren ein Genuss - auch wegen der Tatsache, dass sich die Sonne nun als Begleiter zeigt. Eine schöne Tour, die ich heute bis auf einen Tourengeher für mich hatte. Die Prominenz dieser Skitour kommt nicht von ungefähr.





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Kommentare: 1
  • #1

    rainer (Freitag, 02 Februar 2018 19:38)

    Toller Tourenbericht Roman!