Skitour Großer Beil & Gressenstein

Kitzbüheler Alpen

2309 / 2216 Meter

14. Februar 2021

Autor: Jürgen

Mit auf Tour: Holger

 

Beschreibung:

Unterwegs zwischen Alpbachtal und Wildschönau: bei Eiseskälte vom Luegergraben (1.140m) zur Faulbaumgartenalm (1.490m) und Filzalm (1.640m). Nach der Alm links den steileren Hang aufwärts, nördlich des Gressensteins zum Kamm (2.150m) und in einem Rechtsbogen zum Großen Beil (2.309m). Abfahrt Richtung Gressensteinalm bis ca. 1.950m, wiederauffellen und von Osten her auf den Gressenstein (2.216m). Für die Abfahrt fahren wir kurz Richtung Sonnjoch und dann steil westwärts hinab zur Filzalm und hinaus zum Ausgangspunkt.

 

Schwierigkeitsgrad: ziemlich schwierig (ZS). Vergleichsweise einfacher Anstieg auf den Gr. Beil, nur der Hang nach der Filzalm erreicht kurz 35°. Der Gressenstein ist steiler, am Gipfelhang >35°. Abfahrt durch die Rinne zwischen Gressenstein und Sonnenjoch kurz an die 40°. 

 

Schnee- und lawinenkundliche Erfahrung nötig. Für aktuelle Verhältnisse die Informationen des Lawinenwarndiensts beachten. 

 

Dauer: 5:00 Stunden

Höhenmeter: 1.440 Meter

 

Parkplatz:

Luegergraben Inneralpbach. 

 

Einkehrmöglichkeiten:

Gastronomiebetriebe in Inneralpbach.

 

Landschaft:   ******** (8/10)

Kondition:         ****** (6/10 - je nach Schneelage)

Anspruch:       ******* (7/10)



So muss Winter sein! Pulverspaß am Gressenstein im hinteren Alpbachtal.

 

-15°C zeigt das Thermometer im Luegergraben, da bleiben die Hände lieber in den Handschuhen.

 

Schattig gehen wir eine Stunde hinein zur Faulbaumgartenalm (1.490m). Links oben der Mareitkopf bereits in der Sonne.

 

Bald geht die eigentliche Tour los. Noch eine kleine Stufe hinauf zur Filzalm, dann links vor dem bereits sichtbaren Gressenstein den Hang hinauf.

 

Die meisten anderen gehen hinauf zum Sonnenjoch.

 

Im Unterland bin ich eigentlich nur im Hochwinter unterwegs, heute passt es wieder einmal. Bei knapp 35° Steigung wird uns fast warm, die Sonne sehen wir erst spät auf dieser Tour.

 

Wir kommen in das Kar. Rechts eine der steilen direkten Abfahrtsmöglichkeiten vom Gressenstein.

 

Holger vor dem Gr. Galtenberg (2.414m). So warm war uns dann doch noch nicht.

 

Na endlich, auf der Sonnenseite des Lebens! Die Route zieht weiter links aufwärts.

  

2.150m, wir wechseln auf die Sonnenseite. Jetzt aber windig. Rechts hinten der Gr. Beil.

 

Keine großen alpinistischen Herausforderungen.

 

Gr. Beil (2.309m), das Gipfelkreuz ist tatsächlich riesig.

 

Kurz haben wir überlegt eine Runde über die Wildschönau mit Wiederaufstieg auf den Kl. Beil oder den Lämpersberg zu machen, dann wären aber 2.000 Höhenmeter fällig geworden mit fragwürdigen Bedingungen bei den Abfahrten.

 

Also haben wir uns den Gressenstein ausgesucht, im Vordergrund mit seiner steilen Gipfelflanke zu sehen. Halblinks hinten der Torhelm, eine meiner bisher größten "Sumpftouren", rechts die Katzenköpfe.

 

Vom Gr. Beil gäbe es eine Steilrinne hinab in die Wildschönau. Die Rinne war von oben aber nicht gut einsehbar, also endgültig auf den Gressenstein umgeschwenkt.

 

Abfahrt ok, viel mehr aber auch nicht auf der windanfälligen Südseite. Schafsiedel und Aleitenspitze in Bildmitte, davor der Lange Grund in der Kelchsau, der derzeit wegen Kraftwerksbau gesperrt ist.

 

Das Sonnenjoch links oben wäre von hier auch gut erreichbar, wir visieren nun aber endgültig den Gressenstein an.

 

  

Abfahrtsgelände vom Gr. Beil. Wieder ein herrlicher Tag heute!

 

Am Weg zum Gressenstein.

 

Rechts ziehen steile Spitzkehren auf den Kamm, von dort ist ein Übergang zum Gressenstein aber nur schwer möglich.

 

Gipfelhang >35°. Endlich fein warm.

 

Die letzten Meter ... 

 

... zum Gressenstein (2.216m). Rechts hinten nochmals der Gr. Beil.

  

Nach feiner zweiter Pause überlegen wir die beste Abfahrtslinie. Wir entscheiden uns, am Grat zum Sonnenjoch abzufahren.

 

Dann rechts in die Rinne.

  

Oberflächliche Rutsche auf stabilem Harsch, nicht ganz 40°.

  

Lohn der Kreativität: Pulverle!

  

Staubig & perfetto!

 

  

Draußen in den Brandenbergern der Guffert.

  

Zahlreiche Spuren künden von häufigen Befahrungen der direkten Nordflanke unterhalb des Sonnenjochs. Einige wilde Linien zu sehen.

 

Holger und ich schwindeln uns im unverspurten Gelände runter. Bei diesen Verhältnissen auf jeden Fall die viel bessere Wahl als die Runde über die Wildschönau.

 

Die letzte Steilstufe zur Filzalm.

 

Wow! Einiges an Betrieb jetzt im Talgrund. Mehrere große Gruppen am frühen Nachmittag noch unterwegs zum Sonnenjoch.

 

Wir sausen hinaus nach Alpbach und freuen uns über die improvisierte Runde!

 


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