Vordere Platteinspitze

2562 Meter

Lechtaler Alpen

22. Dezember 2016

Autoren: Roman & Jürgen

 

Beschreibung:

Für unsere Weihnachtstour im schneearmen Winter 2016 haben wir uns die Vordere Platteinspitze (2562 Meter) in den Lechtaler Alpen ausgesucht. Eine gute Wahl, wie sich zeigen sollte: Der westliche Ausläufer der berüchtigten Gebirgsgruppe besticht mit seiner Aussicht über das Inntal, Tarrenz und die umliegende Landschaft. Dabei ist selbst der Schnee auf dem versicherten Steig kaum ein Problem - das nahe Skigebiet Hoch-Imst ist bald hinter uns und vergessen - und die Einsamkeit unser Begleiter.

 

Schwierigkeitsgrad: ziemlich schwierig (T4/I)

Bis zur Latschenhütte (1632 Meter) einfache Bergwege oder alternativ Anfahrt mit dem Mountainbike auf der offiziellen Route. Weiterweg zur Platteiner Aussicht wenig schwierig (T2). Aufstieg zur Vorderen Platteinspitze teilweise versichert (T4/I/B) - vor allem bei Schnee etwas problematisch. Abstieg wie Aufstieg.

  

Dauer: 6 Stunden

Strecke: 16,0 Kilometer

Höhenmeter: 1511 Meter

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze bei der Talstation der Bergbahnen Hoch-Imst (ca. 1040 Meter).  

 

Einkehrmöglichkeiten:

Untermarkter Alm (1491 m)

Latschenhütte (1632 m)

 

Landschaft:   ********** (10/10)

Kondition:           ******* (7/10)

Anspruch:               ****** (6/10)


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Jürgen genießt die Aussicht von der Vorderen Platteinspitze (2562 Meter). 

 

Nach einer kurzen Wander- (Roman) oder Mountainbike-(Jürgen) Einheit zur Latschenhütte (1623 Meter) geht die Tour erst richtig los. 

 

Der versicherte Steig zur Platteinspitze ist von hier auch schon angeschrieben. 

 

Mächtig ragt der Muttekopf über dem Scharnitzkar hervor.

 

Jürgen legt im gemütlichen und für ihn ungewohnten Walking-Tempo los.

 

Ein herrlicher Tag mit einer wundervollen Aussicht. 

  

Nach einem einfachen Aufstieg (T2) ist die Platteiner Aussicht (2200 Meter) sogleich erreicht - dahinter zeigen sich die Südausläufer der Platteinspitze. 

 

Die Platteiner Aussicht (2200 m) - alleine bis hierher lohnt sich diese Tour bereits. 

 

Aber Jürgen will heute ebenso wie Roman mehr - daher gleich mal weiter. 

 

Wir schlüpfen auf einem versicherten Steig kurz zwischen den Felsen durch. 

 

Jürgen Strahlemann - aber wer kann es ihm heute schon verübeln? 

 

Phänomenale Aussicht auf die Ötztaler Alpen - rechts vorne der sehr aussichtsreiche Laggers. 

 

Es wird felsiger - interessantes Gestein, das sich hier vom Kalk abhebt. 

 

Die Schneefelder umgehen wir rein aus Komfort - und Jürgen braucht den Felsen wie andere die Luft zum Atmen. 

 

Einfache, lustvolle Kraxelei (T3). 

 

Rückblick auf den namenlosen Riesen, der hier wie ein Fremdkörper steht. 

 

Auf dieser Tour müssen wir immer wieder Pausieren für die grandiose Kulisse. 

 

Danach heißt es auf gut 2350 Metern ab in den Schnee. 

 

Zum Glück ist das Gelände Mitte Dezember nach dem trockenen Herbst-Ende schon gut verspurt - das erspart ein wenig Arbeit. 

 

In den schattigen Passagen greifen wir dann erstmals in Stahlseil - wirklich schwierig wird es nicht, aber Passsagen (B/I) erfordern vor allem im Altschnee einiges an Vorsicht.

 

Roman am Felsen, Jürgen im Schnee. 

 

Hier dürfen wir uns ein wenig abseits der Seile austoben. 

Unter uns zeigen sich Tarrenz und Imst, dahinter Tschirgant vor den Stubaier Alpen

 

Und dann sind wir auch schon da. 

 

Das Gipfelkreuz an der Vorderen Platteinspitze (2562 Meter). 

 

Für den richtigen Gipfel, der zwei, drei Meter höher ist als das Kreuz, ist ein wenig luftige Kletterei (T5/II) erforderlich, die wir in der Dokumentation nur beiläufig anfügen. Jürgen folgt hier bereits Roman im Aufstieg nach. 

 

Ein Blick zurück auf den letzten Zacken - gar nicht so ohne. Jürgen späht noch einmal lustvoll auf sein Aufstiegs-Stückerl zurück.

 

So sieht das Gipfelkreuz vom höchsten Punkt aus - dahinter zeigt sich der Simmering

 

Ein höchst seltenes Vergnügen: Ein Steinbock-Familie wartet am Grat zur Hinteren Platteinspitze (II-III), den wir heute leider auslassen müssen. 

 

Jürgen sinniert meditativ vor der Heiterwand die dortigen Anstiege vor dem geistigen Auge. Einer seiner großen Prestige-Berge.

 

Grandiose Sicht gen Süden - hier lässt es sich aushalten. 

 

Für die Pause beim Gipfelkreuz lassen wir uns ausreichend und gebührend Zeit. 

 

Der Rauchberg im Osten vor der Mieminger Kette mit dem Wannig ganz vorne.

 

Noch einmal die Heiterwand. 

 

Auch im schönen Gipfelbuch "verewigen" wir uns noch. 

 

Danach stapfen wir wieder schweren Herzens bei dieser schönen Aussicht talwärts. 

 

Über mangelnde Sonne müssen wir nicht klagen. 

 

Und mit dem Blick von der Platteiner Aussicht endet unsere Tour langsam. Eine der unerwartet schönsten Hikalife-Ausflüge in eine uns weniger bekannte Gegend. Aber Schönheit und Möglichkeiten lassen uns jetzt mit der Zunge schnalzen - und nach neuen Tourenideen stöbern.

 



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