Peiderspitze Westgrat

2808 Meter

Stubaier Alpen

21. August 2017

Autoren: Roman & Jürgen

 

Beschreibung:

Der Westgrat auf die Peiderspitze (2808 Meter) ist eine alpine Unternehmung, die gute Kletterfähigkeiten erfordert. Von der Peider Scharte führt unsere Tour auf den prächtigen Gipfel der nördlichen Sellrainer Berge, dabei kann auch noch ein Abstecher zum weit einfacher zu erreichenden Seejoch unternommen werden. Von der Peiderspitze steigen wir dann über den Nordgrat wieder ab und kommen dann durch das Kar wieder zurück. Den Ostgrat der Peiderspitze haben wir schon beschrieben.

 

Schwierigkeit: sehr schwierig (weglos/T6/III)

Von Haggen bis zur Peider Scharte markierte Waldwege und Steige mittel schwierig (T3). Aufstieg zur Peiderspitze über den Westgrat sehr schwierig und exponiert (T6/III). Zwei Stellen liegen im III. Schwierigkeitsgrad - eine lässt sich südseitig umgehen. Abstieg von der Peiderspitze über den Nordgrat und das Kar schwierig (T4+/I).

 

Dauer: 6 Stunden

Höhenmeter: 1279 Meter

Kilometer: 11,3 Kilometer

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze in Haggen im Sellraintal am Beginn des Wanderweges (1700 m).

 

Einkehrmöglichkeiten:

Sonnbergalm (1950 m) - mit einem kurzen Umweg.

 

Landschaft:    ********** (10/10)

Kondition:            ******* (7/10)

Anspruch:         ********* (9/10)


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Der gpx-Track kann bei der Genauigkeit abweichen!
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Jürgen und Roman am Gipfel der Peiderspitze (2808 Meter).

Los geht's kurz nach Haggen im Sellraintal bei einem Parkplatz bei einer kleinen Werkzeughütte auf etwa 1700 Meter Meereshöhe.

Jürgen gibt das Tempo vor auf dem anfangs wenig schwierigen Waldweg.

Wir kommen bald auf ein waldloses Plateau und halten uns anfangs auf dem Weg zur Sonnbergalm .

Kurz schaut heute auch die Sonne vorbei - aber nur kurz.

Hier zeigt sich bereits das Seejoch (l.) - unser Ziel ist die Peider Scharte rechts am Kamm. Der Weg dorthin ist nicht sonderlich schwierig und markiert (T3).

Wir queren eine Grube und marschieren dann unter der Haggener Wand in einer langen Querung zur Peider Scharte.

Hier geht's rüber.

Roman studiert mögliche Südanstiege auf das Seejoch.

Jürgen ist nicht aufzuhalten und hat bereits die Peider Scharte (2591 m) gestürmt.

Die Peiderspitze scheint zum Greifen nahe zu sein - der Westgrat wirkt gar nicht so schwierig. Aber beide Annahmen täuschen.

Anfangs steigt Jürgen durch Gehgelände und leichte Kletterpassagen (I) voran.

Dann packen wir die Helme aus - der Grat liegt vor uns. Und er zeigt seine Zähne.

Ein Rückblick auf den unteren Teil mit Seejoch - ein klassischer, markierter T3-Berg.

1. Schlüsselstelle: Nach anfänglichen Klettereien (I-II) müssen wir bei dem Spalt vorne, einer etwa vier Meter hohen Wand, im III. Schwierigkeitsgrad anpacken.

Sobald es schwierig wird, ist Jürgen nicht mehr zu halten.

Danach kommen wir zu diesem kühnen Zacken - ein Klettergrad mit hohen Schwierigkeiten. Wir umgehen die Stelle nordseitig (II).

In der nordseitigen Querung steigen wir zum nächsten Zacken auf - das Gelände ist immer wieder mit Steinmännern versehen, die aber später in die Irre führen (!).

Eine kurze Gehpassage - die werden immer weniger.

Jürgen studiert die Umgehung des kühnen Zackens.

Da lacht das Herz: Jürgen in einer der vielen für diese Tour klassischen IIer-Stellen. Der Felsen ist bombenfest - aber wenn was ausbricht, dann meistens ein großer Brocken.

2. Schlüsselstelle: Der nächste Gratzacken wird mit einer klassischen III-Stelle überstiegen oder südseitig in einer IIer-Rinne umgangen. Roman wählt die einfachere Variante - Jürgen geht oben drüber.

Hier geht's schwierig in einer kurzen Passage hinauf (III).

Die südliche Umgehung führt gut 20 Meter über grasiges Gelände steil bergab (I).

Hier geht's runter, gleiche vorne beginnt die Rinne für den Aufstieg.

Die erwähnte Rinne (II).

Jürgen kommt vom Grat zurück und folgt Roman in die Rinne nach.

Roman im letzten Teil der oben scharfen Rinne (II).

Danach sind die "größten" Schwierigkeiten geschafft - es wird maximal im II. Grad weitergeklettert, teils ein wenig ausgesetzt.

Roman kämpft sich im tollen Gelände vorwärts.

Mal mehr, mal weniger fest anpacken (II).

Jürgen folgt im letzten Abschnitt zum Gipfel nach - der Westgrat ist gut zu überblicken.

Endlich: Nach einigen Versteigern und Wegsuchereien sind wir oben.

Jürgen am Gipfel der Peiderspitze (2808 Meter).

Danach geht es auf dem noch leicht markierten Weg auf dem Nordgrat (I) hinunter.

Schöne Blöcke - Roman kommt zur Hochform auf.

In der erste großen Rinne queren wir westwärts in das Kar hinunter - teils mühsam, aber relativ einfach queren wir unter dem Westgrat zurück zur Peiderscharte.

Der rote Weg markiert die Rinne, die wir gewählt haben - Jürgen im Gleichgewichtstest nach der langen Querung und kurz vor der Rückkehr auf den Wanderweg.

Von der Peider Scharte geht's auf dem Aufstiegsweg zurück - ein schöner Abstieg durch wunderschönes Gelände wartet zum Abschluss der zackigen Bergtour.



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Kommentare: 1
  • #1

    w.w. (Freitag, 25 August 2017 17:20)

    Gratulation zur tollen Bergtour !!! W.W.