Pletzachkogel, Frühjahrstour

1544 Meter

Brandenberger Alpen

31. März 2019

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Einer dieser Frühlings-Tage, an denen ich wenig Zeitbudget habe und dennoch hoch hinaus will - also rauf auf den Pletzachkogel (1544 Meter) in den Brandenberger Alpen. Nach dem Schneeschuh-Bericht von Jürgen kurz vor Weihnachten wusste ich, dass ich da auch rauf musste. Im Glauben daran, den westseitigen Anstieg fast aper anzutreffen, starte ich in Laufschuhen über den steilen Weg zur Postalm und nehme den unmarkierten Westanstieg in Angriff. Retour geht es dann direkt nach Münster.

 

Schwierigkeit: mittel schwierig (teils markiert und steil/T3)

Von Grünsbach über eine steilen Steig in Richtung Postalm (T3) - weiter oben dann unmarkierter Pfad steil zum Pletzachkogel (T2) - Abstieg über Wanderweg in Richtung Münster wenig schwierig (T2).  

 

Dauer: 3,5 Stunden

Höhenmeter: 944 Meter

Kilometer: 6,6 Kilometer

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze in Grünsbach bei Münster (ca. 600 m).

 

Einkehrmöglichkeiten:

am Weg keine

Mit Umweg zur Bayreuther Hütte (1576 m)

 

Landschaft:    ******** (8/10)

Kondition:            ***** (5/10)

Anspruch:             ***** (5/10)


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Der Pletzachkogel (1544 Meter) bei 20 Grad im Tal und überraschend viel Schnee.

Der kleine Parkplatz in Grünsbach am Beginn der Forststraße der Bayreuther Hütte dient mir als Startpunkt dieser Tour.

Erstes Ziel ist die idyllisch gelegene Postalm. Schon beim Start treibt mir die ungewohnt hohe Temepratur die Schweißperlen auf die Stirn.

Frühlingszeit. Welch ein Genuss.

Auf gut 800 Metern folgt ein steileres Stück, das zur Abschreckung schwarz beschildert ist, aber im T3-Bereich liegt.

Mehr Probleme macht der durch enorme Schneemengen bedingte Baumbruch. Aber auch das hält sich in Grenzen.

Flott, flotter, Petzachkogel - für drei Stunden Zeitbudget ein passendes Ziel.

Bei der Postalm (990 m) angekommen ergibt sich ein herrliches Panorama - rechts zeigt sich der Reither Kogel, auf dem ich zwei Tage zuvor den Pletzachkogel ins Visier genommen habe. Weiter hinten Standkopf, Wiedersberger Horn und Luderstein.

Bei der Postalm quere ich den hier noch kleinen Habeacher Bach in Richtung Kramsach.

In der Senke des Habacher Bachs liegt noch Altschnee.

Beeindruckender Blick auf die Südwände des Pletzachkogels. Bis vor etwa 15.000 Jahren sollen sich hier mehrere Bergstürze ereignet haben - der größte Felssturz datiert in der Römerzeit, wie nachzulesen ist.

Ich komme auf den Karrenweg zur Bayreuther Hütte - markant zeigt sich die Gratlspitze, die wir bei winterlichen Verhältnissen überschritten haben.

Falsch abgebogen? Die zwei haben noch gut 600 Höhenmeter nahezu schneefreien Abstieg vor sich.

Ein wenig Schnee hält sich in den schattigen Senken, nicht alles kann Ende März gut umgangen werden.

Dafür brennt es hier oben auf gut 1200 Metern am Plateau unterhalb der Pletzachalmen richtig rein. Der Weg sieht sommerlich aus - aber ich ahne schon, dass da doch noch was an Schnee auf mich warten dürfte.

Hier lässt es sich aushalten.

Aber in der Eile keine Zeit für Weile. Also ran an den Speck und direkt auf den braungebrannten Wiesen hinauf.

Die letzten gut 250 Höhenmeter führen auf einem Steig durch den Wald. Dieser Pfad schließt quasi direkt an das letzte Stückchen Wiese an, ist nicht markiert, aber mit einigen Stufen war er sogar einmal gut in Schuss, wie es scheint.

Also doch: Auf den letzten 150 Höhenmeter ist wieder Schnee dabei.

 

Teilweise sogar recht viel davon.

Gegen oben hin wird es dann an sonnigen Stellen wieder schneefrei.

Und dann bin ich oben - der Pletzachkogel. Ein flotter Anstieg vom Feinsten.

Wundervolle Aussicht vom Pletzachkogel (1544 Meter) - bis zu Jürgens Schneeschuh-Bericht hatte ich den Berg gar nicht auf dem Radar.

Auch die Voldöpper Spitze zeigt sich schon fast schneefrei - dahinter ist der Kienberg dagegen noch ebenso tief winterlich wie der Veitsberg.

Loipe habe ich hier oben gr keine gesehen...ein sehr schönes Gipfelkreuz.

Frühling im Inntal, Winter in den Bergen.

Da rauf kommt man gut ins Schwitzen.

Im Abstieg wähle ich zeit- und schneebdingt in etwa den gleichen Weg wie beim Aufstieg. Tief winterlich zeigen sich die Ostseiten des Vorderen Sonnwendjoch.

Bergab ist da schon fast ein wenig richtiger Figl-Spaß dabei.

Und wieder retour bei den Almwiesen.

Überrachend viel Schnee liegt noch am Karrenweg, der bei der Abzweigung nach Münster endet.

Formidabler Abstieg neben dem tiefen Einschnitt des Habacher Bachs.

So macht Frühling Spaß.

 

Und dann hüpfe ich zum Abschluss auf der Höhe des Parkplatzes über eine kleine Brücke wieder zur Mountainbike-Route der Bayreuther Hütte. Damit endet eine ruhige, schöne Kurz-Tour mit doch mehr Schnee als gedacht - dafür auch mit mehr Aussicht.

 



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