Breitenberg-Überschreitung - Atterseeblick

1412 Meter

Salzkammergut-Berge

15. Juni 2019

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Einsamer kann ein Aussichtsberg erster Güte in den Salzkammergut-Bergen kaum sein: Der Breitenberg (1412 Meter) stellt dabei geradezu ein Unikum dar. Ein schwach markierter Weg führt vom Attersee hinauf, nur die entlegene Meisterebenalm (1160 m) und der Atterseeblick (1220 m) ist für einige wenige ein Ziel. Danach wartet bei der Überschreitung viel Ruhe und verlassene Steige, die nur ganz selten begangen werden. Eigentlich schade, bieten sich von herrliche Blicke auf Attersee, Mondsee und Schwarzensee sowie Dachstein-Gebirge und Salzammergut-Berge. Eine herrliche Tour mit relativ viel einfachen Abschnitten.

 

Schwierigkeit: mittel schwierig (markiert/T3)

Von Burgau am Attersee über schwach markierte Steige und Forststraßen hinein in den Graben des Loidlbachs (T2) - Aufstieg zur Meisterebenalm am Graben mittel schwierig (T3) - Aufstieg von der Alm zum Atterseeblick zum Breitenberg wenig schwierig (T2) - Abstieg über den Kamm anfangs ohne Pfad einfach, dann auf der Forststraße (T2).

 

Dauer: 5 Stunden

Höhenmeter: 1101 Meter

Kilometer: 20,7 Kilometer (mit ein wenig Umweg wegen Pfadsuche)

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze bei Burgau am Attersee (ca. 470 m).

 

Einkehrmöglichkeiten:

am Weg keine

 

Landschaft:    ********* (9/10)

Kondition:          ******* (7/10)

Anspruch:                 **** (4/10)


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Breitenberg.gpx
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Blick vom Westgipfel des Breitenberg (1412 Meter) auf den Attersee.

32 Grad plus - in der Hoffnung auf einige kühle Waldpassagen begebe ich mich in das Nichts des Grabens rund um den Burgaubach. Markiert ist hier nichts - also einfach mal den GPS-Karten am Smartphone folgen. Nach einiger Suche finde ich die Abzweigung in Burgau am Attersee. 

Quo vadis? Immer der Nase nach - oder besser gesagt der Forststraße zur Meisterebenalm. Hilfreich ist der Blick auf den Breitenberg-Westgipfel (hier rechts).

Ein kaum sichtbarer Steig führt mich über eine alte Brücke über den Loidlbach.

 

Meine Abenteuerlust ist heute kontraproduktiv - nach ca. 4 km Wirrwarr das erste Schild. Wäre ich am Forstweg geblieben, das Leben wäre einfacher gewesen. Aber das wäre dann ja nicht ich.

Ein Hin und Her - dann entscheide ich mich zum Aufstieg am schönen, ruhigen Forstweg. Hier Leute zu treffen muss eine absolute Rarität sein!

Nach 6 km bin ich am Ende der Straße angelangt. Nun zweigt ein Pfad südöstlich zum Fachbergsattel und Fachbergalm sowie Haleswiessee ab. Ich nehme jedoch den Weg zur Meisterebenalm.

Siehe da: Frisch ausgeschnitten nach dem Windwurf - super kühl. Genau mein Ding.

Wundervoller Blick auf das Höllengebirge mit Hochleckenkogel und Brunnkogel

Welcome to the jungle. Ach ja: Zeckenmittel nicht vergessen im Sommer!

Eine Seilsicherung? Nicht notwendig, auch wenn der Loidlalm-Graben tief hinabreicht.

Die Jagdhütte (ca. 850 m). Der Grund für den gut aufgeräumten Wanderweg. Ab hier wird der Pfad dann immer wilder, umgefallene Bäume erschweren teils den Aufstieg.

Weg Nummer 8 - direkt rauf zur Meisterebenalm.

Auf gut 1020 Höhenmeter reicht's mir dann: Zu viel Bäume am Weg, daher auf der steilen Forststraße weiter zur Alm.

Die Fernblicke werden immer schöner - im Osten der Zimnitz.

Dann bin ich bei der Meisterebenalm (1160 m) angelangt. Angeblich war das idyllisch gelegene Gebäude einst bewirtschaftet, jetzt sind ein paar Gäste hier zum Abschalten.

Breitenberg? Der ist tatsächlich erstmals (und einmalig) angeschrieben. Fast am Weg liegt der Atterseeblick - der Abstecher dorthin lohnt sich allemal.

Ein Ort der Ruhe: Die kleine Kapelle am Atterseeblick (ca. 1220 m).

 

Einfach atemberaubend - der Atterseeblick (1209 m), ein Aussichtspunkt an den teils steilen Nordhängen des Breitenberg.

 

Der Attersee in seiner fast ganzen Pracht.

 

Danach führt die Forststraße noch bis auf ca. 1300 Meter hinauf zum Breitenberg. Dann ist Ende Fahr-Gelände - aber ein schmaler Steig mit spärlichen Markierungen führt mich hinauf zum höchsten Punkt.

 

Gut zu finden, immer am Kamm entlang - wenig schwierig (T2).

 

Der Gipfel des Breitenberg (1412 Meter) ist mit einem kleinen Felshaufen markiert.

 

Tiefblick über den Sechserkogel auf den Attersee.

 

Durch den Wald hinweg komme ich zu den südlichen Wiesen der Breitenbergalm. Nun führt der Weg hinauf zum Westgipfel - das Schneefeld vorne kommt mir sehr willkommen, ich leg mich vor Freude rein.

 

Blick nach Süden zum Wolfgangsee und die Osterhorngruppe.

 

Ein Aussichstraum - der Breitenberg-Westgipfel (1401 m). Links der herrliche Trailrun-Gipfel der Hochplettspitze.

 

Nach gut 400 Metern durch wegloses Gelände erreiche ich diese nicht eingezeichnete Forststraße. Die ist vom Ausblick her ein wahrer Hochgenuss.

 

Was für ein Ausblick - links der Vormauerstein, rechts Schafberg und Spinnerin.

 

Und dann das: Ein abgesperrtes Tor mit Stacheldrahtzaun. Das dient wohl der Abschreckung der Mountainbiker, ich muss es im Wald umgehen.

 

Von der Moosalm rausche ich dann auf der Mountainbike-Strecke am Lasseralmbach entlang retourn nach Burgau. Hier bin ich bereits wieder an der Kreuzung rüber zur Meisterebenalm.

 

Und wieder zurück: Der Attersee, Anfang und Endpunkt dieser herrlichen Rundtour, die ungemein ruhig und selten begangen ist. Ein absolutes Highlight der Region.



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