Bike&Hike Blauberggrat - Halserspitz

Bayerische Voralpen (Blauberge)

1863 Meter

9. Mai 2020

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Eine Traumtour eingebettet zwischen Tegernsee und Achensee inmitten der frühmorgendlichen Mai-Ruhe - es gibt nur wenig Wünsche, die bei der Überschreitung des Blauberggrats zur Halserspitz (1863 Meter) offen bleiben. Die sanften bayerischen Voralpen im Norden, die kühnen Karwendel-Felsen im Westen, der mächtige Guffert samt Rofan im Süden - und das stets mit großartiger Aussicht. Schwärmen darf man dabei schon beim Start in Achenwald (861 m) bei Achenkirch, von wo aus es mit dem Mountainbike entlang des Klammbachs mit seichter Steigung hinauf zur bewirtschafteten Blaubergalm (1540 m) geht. Auf dem aussichtsreichen Blauberggrat warten Wichtlplatte (1765 m), Blaubergschneid (1787 m), Blaubergkopf (1787 m) sowie Karspitz (1801 m), ehe mit der Halserspitz der höchste Gipfel der Blauberge erreicht ist. Retour führt der Pfad südlich des Grats vorbei an der Schönleitenalm (1478 m) und mit dem Bike wieder hinaus nach Achenwald.

 

Nur sechs Tage zuvor war ich auf der Halserspitz noch im Neuschnee am Weg.

 

Jürgen hat die Halserspitz schon als Skitour erklommen.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel schwierig (markiert/T3)

Von Achenwald über einfache und zumeist flache Forststraßen hinauf zum Bike-Depot bei der Blaubergalm - mittel schwierig über den Blauberggrat zur Halserspitz (T3) - Abstieg über Schönleitenalm wenig schwierig (T2).

  

Dauer: 6 Stunden

Distanz: 29,4 Kilometer

Höhenmeter: 1264 Meter

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze in Achenwald beim Gasthaus Marie (ca. 860 m).

 

Einkehrmöglichkeiten:

Blaubergalm (1540 m)

Gasthaus Marie (860 m)

 

Landschaft:    ********** (10/10)

Kondition:              ****** (6/10)

Anspruch:                    **** (4/10)


Download
gpx-Datei Bike&Hike Blauberggrat
Blauberggrat.gpx
XML Dokument 2.4 MB



Traumkulisse am Blauberggrat zur Halserspitz (1863 Meter).

Von Achenwald weg warten erst einmal in aller Ruhe mit dem Mountainbike gut 10 km und 700 hm hinauf zur Blaubergalm. Die Straße ist gut in Schuss und trotz einiger unruhigerer Stellen zu meistern - nur nicht mit Platten. Aber dazu später.

Flache und steilere Passagen entlang des Klammbachs wechseln sich ab. Ich treffe heute auf der ganzen Tour niemanden. Das macht alles noch viel spezieller.

 

Erst auf ca. 1400 m tun sich die ersten Fernblicke auf - hier zeigen sich Kafellkamm, Juifen, Demeljoch und Hochplatte noch leicht winterlich.

Kurz vor der Blaubergalm wird es richtig, richtig gut.

Bei der Blaubergalm (1540 m) richte ich mein MTB-Depot ein - theoretisch könnte man auch etwas früher absteigen und später einen kleinen Gegenanstieg vermeiden.

Mit Reitstein und Schildenstein im Blick beginnt nun der grandiose und aussichtsreiche Weg entlang des Blauberggrats.

Magic moment - das erste Sonnenlicht des Tages im Gesicht.

Famose Weitsicht in Richtung Buchstein und Benediktenwand.

Einer der vielen Grenzstein am grenzgenialen Grenzgang - anfangs noch mit Tirol und Bayern, später politisch großtrabender mit Österreich und Deutschland beschriftet.

Von der Blaubergschneid (1787 m) zeigt sich schon der Kammverlauf mit der Halserspitze am hinteren Ende.

Der Tegernsee zeigt sich im Morgenlicht.

Der Guffert ist ebenfalls schon erwacht, links davon das Schneidjoch.

Genussmodus in Laufschuhen.

Das Karwendel von einer seiner schönsten Seiten im Westen.

Blick zurück zur Blaubergschneid.

Vor dem Blaubergkopf wartet noch ein kurzer Gegenanstieg.

Einsamkeit und Ruhe gepaart mit dieser Sicht machen diese Tour zum Erlebnis.

Noch einmal der Tegernsee zwischen Hirschberg und Risserkogel.

Vom Blaubergkopf zeigt sich die Halserspitz mit dem großen Stangengraben.

Der bisher einfache Steig wird hier kurz felsiger und mittel schwierig.

Die Sonne kämpft sich durch die Wolken, in der Mitte beim Blick von der Karspitz (1801 m) zeigt sich die Unnütz-Gruppe.

Bei der Abzweigung zum nordseitigen Abstieg ist es nur mehr ein Hupfer zum letzten Gipfel des Tages.

Das bisherige Tageswerk im Rückblick.

Und dann ist die Halserspitz (1863 m) erreicht. Nur sechs Tage zuvor bin ich hier im Neuschnee bei Nebel gestanden - deshalb auch meine Rückkehr bei diesem Wetter. Dahinter zeigt sich der Schinder.

Die nördlichen Bayerischen Voralpen mit dem Risserkogel in all ihrer Pracht.

Aussicht in das gefühlte Niemandsland im Nordwesten.

 

Der Guffert mit seinem langen Kamm sowie dem Rosskopf ganz im Osten. Davor der Übergang von Schneidjoch zum Ragstattjoch.

 

Das frühe Aufstehen wurde einmal mehr entlohnt.

 

Und nun nichts wie zurück: Am flotten Südsteig der Halserspitze steuere ich nun den Steig zwischen Gufferthütte und Schönleitenalm an.

 

Der Enzian als kleiner Frühlingsgruss.

 

Flott und mit schöner Aussicht leitet mich der Steig nun ostwärts zurück.

 

Ein Auf und Ab mit wenig Höhendifferenz erwartet mich im ersten Teil.

 

Dann ist die Schönleitenalm (1478 m) erreicht - und die macht ihrem Namen heute alle Ehre.

 

Das Fotoknipsen unterbricht den Laufschritt ein ums andere Mal.

 

Interessante Umgehung, die ich anhand meiner komplett verdreckten Schuhe im Nachhinein auch empfehlen kann.

 

Saftiges Grün im Schlussteil.

 

Dann spuckt mich der kleiner Steig auch alsbald wieder bei der Blaubergalm aus.

 

Zurück beim Raddepot - und nun nix wie rauf auf das Bike und raus nach Achenwald.

 

Und dieser Plan klappt auch lange...

 

...ehe mein abgefahrener Mantel 5 km vor dem Ende mit einem spitzen Stein Bekanntschaft macht. Mit Platten schleppe ich mich im schweißtreibenden Wetter wieder zum Startpunkt zurück. Doch auch das kann den schönen Tag mit dem schönen Blauberggrat nicht mehr trüben. Eine famose Tour, die ihre Stellenwert nicht von ungefähr hat. Gerne wieder.



Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Edi (Donnerstag, 21 Mai 2020 19:08)

    ...und heute wieder eine spitzenmäßige Tour von dir nachgemacht - nur ohne Platten, den haben wir ausgelassen :) Grüße

  • #2

    Roman (Freitag, 22 Mai 2020 17:33)

    Dann hast Du den besten Teil ausgelassen, Edi. ;-)
    lg