Bike&Hike Gratzenkopf - Gerstkopf

2087 Meter

Tuxer Alpen

1. Juni 2020

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Ein Sonnenaufgangs-Traum der ruhigen Art und Weise: Es gibt kaum einen Berg, der so sanft und dennoch zugleich so faszinierend und still ist wie der Gratzenkopf (2087 Meter). Der weniger beachtete Nachbar des Kellerjochs bietet einen grandiosen Ausblick aus den Tuxer Alpen auf das Inntal, Karwendel und Konsorten. Dabei ist nicht nur der Anstieg vom Proxenstand (hier beschrieben) ein lohnender Anstieg, sondern auch die Bike&Hike-Variante von Gallzein (825 m) aus. Dabei lässt es sich komfortabel, weil hoch gelegen bei der Koglmoosalm (1126 m) starten. Von dort warten gut 400 Höhenmeter mit dem Mountainbike, ehe es über die Schwaderalm (1602 m) hinauf zum schönen Ostkamm des Gratzenkopfs geht. Vom Gipfel aus erfolgt der aussichtsreiche Abstieg über den Gerstkopf (1712 m) retour zum MTB-Depot.  

 

Schwierigkeitsgrad: mittel schwierig (T3) 

Mit dem Mountainbike einfach von der Koglmoosalm zur Abzweigung zur Schwaderalm - wenig schwierig hinauf zum Gipfelanstieg des Gratzenkopf (T2) - etwas steiler und über Steigspuren direkt hinauf zum Gipfel (T3) - Abstieg über den Gerstkopf wieder einfacher (T2). 

  

Dauer: 4 Stunden

Strecke: 13,5 Kilometer

Höhenmeter: 1055 Meter

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze bei der Koglmoosalm oberhalb von Gallzein (ca. 1120 m).  

 

Einkehrmöglichkeiten:

Koglmoosalm (1126 m)

 

Landschaft:  ********** (10/10)

Kondition:              ***** (5/10)

Anspruch:                  **** (4/10)


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Morgenstimmung zum Sonnenaufgang am Gratzenkopf (2087 Meter). 

 

4.45 Uhr. Ein herrlicher Frühsommerlicher Tag kündigt sich an, der mir das Aufstehen mehr als nur erleichtert. Von der Koglmoosalm aus bieten sich einige Varianten an - welche Variante genau hier mit einem schwarzen Punkt zum Gratzenkopf führt, hat sich mir aber nicht erschlossen.

   

Das Rofangebirge erhebt sich aus dem Morgengrauen, am Ebner Joch konnte ich bereits einige Stirnlampen-Lichter ausmachen. 

 

Die Mountainbike-Route hinauf zur Lackenhütte ist gut zu fahren und nur wenig steil. Jürgen hat die Route bereits bei seiner Runde um das Kellerjoch in Angriff genommen. 

 

An der Abzweigung zur Schwaderalm tausche ich Pedale-Tritt gegen Laufschritt.

 

Die Schwaderalm (1602 m), dahinter der Proxenstand, den ich auf einer anderen Variante zum Gratzenkopf mitgenommen habe.

 

Famoser Blick aus der Senke unterhalb des Gratzenkopf. Bärenkopf und Seebergspitze zeigen sich bereits westlich des Rofans. 

  

Der Grat der Gratzenköpfe erhebt sich über dem Aufstieg, der auch als Skitouren-Route dient. 

 

Der Kamm ist fast erreicht, Jenbach und Schwaderalm werden kleiner, die Erwartungshaltung wird indes immer größer. 

 

Kurzweiliger Einstieg hinauf zum Kamm. 

 

Magic moment - die Vorfreude auf den Ostkamm des Gratzenkopfs verwandelt sich in pures Vergnügen, als mich die ersten Sonnenstrahlen des Tages treffen. 

 

Und da ist auch schon mein Tagesziel - gut 100 Höhenmeter führen mich auf Steigspuren direkt hinauf zum Gipfel. 

 

Aussicht über den Weg zum Proxenstand ins Karwendel mit Hochnissl, Stanser Joch und Rappenspitze als markante Blickfänger.

 

Famose Morgenstimmung über der Gratlspitze

 

Der Morgendunst verschwindet in aller Ruhe. 

 

Der direkte Weg hinauf zum Gratzenkopf ist etwas steiler, aber gut zu meistern (T3). 

 

Und dann ist einer der schönsten Sonnenaufgangs-Berge der Tuxer Alpen erreicht: Der Gratzenkopf (2087 m) mit der gleißenden Sonne im Hintergrund.

 

Der Aufstieg noch mal im Rückblick.  

 

Die Weitsicht reicht bis über Innsbruck hinaus ins Mieminger Gebirge.

 

Hier noch einmal der Gratverlauf zum Proxenstand hoch über Schwaz. 

 

Das Kar unterhalb des Kellerjochs zeigt sich noch winterlich, der Alpinsteig als Übergang ist noch etwas heikel zu gehen.

 

Nach kurzer Rast geht es mit dem Metzenjoch im Fokus auch sogleich wieder bergab. 

 

Und nun kommt der wahre Genussteil: Der Übergang am Kamm zum Gerstkopf, einer der schönsten Trailrun-Abschnitte der gesamten Gegend.

 

Im Südosten zeigen sich hinter dem wenig schmucken Onkeljoch das Wiedersberger Horn und der Standkopf

 

Sparkassenweg klingt verlockend - aber ich bleibe doch geradeaus. 

 

Zungenschnalz-Modus. 

 

Ein Blick zurück auf den Gratzenkopf. 

 

Weil es so schön ist noch ein Bild...

 

...und noch eins.

 

Auf gut 1700 Metern tauche ich dann zwischen den wachsenden Heidelbeeren im Wald unter.

 

Ein Steiglein führt mich schließlich hinauf zum Gerstkopf. 

 

Bescheiden spektakulär überschreite ich den Gerstkopf (1712 m), dessen höchster Punkt nicht wirklich markiert ist. 

 

Über wegloses Gelände komme ich zurück auf die Mountainbike-Strecke, auf der es zurück zum Rad-Depot geht. 

 

Zurück auf dem Bike mit einem weitreichenden Blick nach Norden.

 

Und bei der Koglmoosalm findet die Tour dann wieder ihr Ende. Der Gratzenkopf ist und bleibt einer der grandiosesten Sonnenaufgangs-Berge - und sein Kamm zum Gerstkopf setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Auf jeden Fall wieder. 

 


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