Lanser Kopf - Sillschlucht - Bergisel Laufrunde

930 Meter

Tuxer Alpen

9. Dezember 2019

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Die Flucht aus der Stadt ins Grüne ist vom Zentrum Innsbrucks (574 m) aus nirgendwo so gut und schnell zu meistern wie in Richtung Lanser Kopf (930 m). Der höchste Punkt des Paschbergs, einem kleinen Rücken südlich der Tiroler Landeshauptstadt, wartet mit schöne Wäldern und unzähligen Varianten auf - und er ist nicht umsonst das beliebte Rückzugsgebiet der Stadt- und Dorfbewohner zugleich. Meine Runde führt mich über den Viller Kopf (921 m) zum Lanser Kopf und vorbei am Seerosenweiher und Lanser See nach Vill. Über den "Sill-Vill-Steig" geht es hinab in die Sillschlucht, ehe mich der Panoramaweg am Bergisel (746 m) wieder retour führt.

 

Schwierigkeit: mittel schwierig (markiert/T3)

Von Innsbruck beim Bretterkeller weg einfach hinauf auf Steigen zum Lanser Kopf (T2) - Abstieg über die Nordseite etwas steiler und ebenfalls teils steil am Sill-Vill-Steig hinunter in die Sillschlucht (T3) - Rückweg am Panoramaweg einfach (T2).

 

Dauer: 1,5 Stunden

Höhenmeter: 442 Meter

Kilometer: 8,4 Kilometer

 

Parkplatz:

Kostenfreie und kostenpflichtige Parkplätze in Innsbruck (ca. 570 Meter).

 

Einkehrmöglichkeiten:

Ausreichend Möglichkeiten in Innsbruck

Gasthaus Bretterkeller (ca. 580 m) am Ausgangspunkt

 

Landschaft:    ****** (6/10)

Kondition:            *** (3/10)

Anspruch:           **** (4/10)


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Lanser Kopf - Sillschlucht.gpx
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Blick vom Lanser Kopf (930 m) über den Seerosenweiher ins Wipptal.

Vom Bretterkeller weg geht es in direkter Linie hinauf in Richtung Lanser Kopf.

 

Die ersten gut 350 Höhenmeter hinauf zum Viller Kopf führen auf einfachen Steigen durch herrliches Trailrun-Gelände.

 

Die Wälder knapp unterhalb des ersten "Gipfelziels". 

 

Knapp unterhalb des Viller Kopfs (921 m) gibt es erste Fernblicke über das Waldraster Jöchl zur verschneiten Serles und dem Habicht weiter hinten.

 

Keine 5 Minuten entfernt liegt nach einem kurzen Abstieg der Lanser Kopf.

 

Sonne, Schnee und Regen im Wechselspiel der Wolken erwarten mich am Lanser Kopf. Hechenberg und Kleiner Solstein stellen sich in erster Reihe vor.

 

Am Lanser Kopf (930 m), der noch die Reste einer alten Flakstellung aus dem Zweiten Weltkrieg.

 

Nach den jüngsten Forstarbeiten am Lanser Kopf gibt es nun sogar einen Blick hinab auf Innsbruck und Hall zu ergattern.

 

Die alte Steinplatte mit den kaum mehr lesbaren Entfernungsmessungen ist schon in die Jahre gekommen - dahinter türmt sich der Patscherkofel auf.

 

Und in Richtung Lans nehme ich den etwas steileren Steig (T3), der mich direkt zum Seerosenweiher hinabführt sowie...

 

...zum schönsten Aussichtspunkt am Lanser Kopf. Unter das Lanser Moor mit dem Weiher, hinten die Felder Lans.

 

Nun erwischt mich auch wieder die Sonne bei diesem diffusen Wetter, das schon den winterlichen Umschwung der nächsten Tage vorwegnimmt.

 

Der gut 4000 m² große Seerosenweiher (854 m) mit bis zu drei Metern Tiefe ist ein herrlicher Ort zum Abschalten und Genießen.

 

Ich halte mich aber im flotten Tempo in Richtung Vill.

 

Der Lanser See (840 m), ein bei vorrangig Badegästen beliebter Moorsee. Dahinter der Largoz.

 

Mein nächstes Ziel heißt nun Vill - auf einem gemütlichen Steig geht es weiter.

 

Herrliche Stimmung mit der Sonne hoch über Jochkreuz und Nederjoch, markant drängt sich die Nockspitze ins Blickfeld.

 

Einfach zum Genießen. Den Patscherkofel haben wir übrigens auf einer interessanten Variante mit dem Mountainbike umrundet.

 

Kurzer Straßenabschnitt durch Vill (817 m). Ich verlasse den Ort auf dem "Dr. Tschurtschenthaler Rundwanderweg" sogleich wieder in Richtung Karwendel.

 

Das Karwendel erstreckt sich nördlich der sichtbaren Bergiselsprungschanze.

 

Hier lässt es sich aushalten.

 

Ohne Beschilderung, aber mit mehr als ausreichender (neuer) Markierung zweigen Steigspuren in Richtung Sillschlucht ab.

 

Der "Sill-Vill-Steig" führt als schnellste und zugleich gut gangbare Variante hinunter in die Sillschlucht und ist in Summe kaum fordernd (T3).

 

Auch der Rücken der Bergiselsprungschanze kann entzücken.

 

Eh klar - was sonst.

 

Entlang des Viller Bachs schlängelt sich der flotte Abstiegsweg bis zur Sill hinab, die unterhalb der Wildseespitze bei Gries am Brenner entspringt.

 

Der Sillschluchtweg ist zumeist ein kühler, aber sehr netter Laufabschnitt.

 

Wer unten ist, muss ja auch wieder rauf - und weil der Bergisel-Panoramaweg 2014 neu angelegt wurde und touristisch beliebt ist, bietet sich hier teils ein halbe Fahrstraße zum Aufstieg an.

 

Von der Panorama-Plattform aus zeigt sich das Karwendel - und ein am 9. Dezember immer noch schneefreier Haller Zunterkopf. Das wird sich aber alsbald ändern.

 

Und vorbei am Tirol Panorama am Bergisel findet die Laufrunde dann wieder ihren Ausgangspunkt. Eine schöner Trailrun, eine meiner Lieblingsstrecken von Innsbruck aus, auch bei schlechtem Wetter (fast) immer ein Genuss.

 



Kommentare: 2
  • #2

    Hikalife (Samstag, 02 Mai 2020 21:02)

    Danke, Arno. Wir wünschen dir auch alles Gute, viel Gesundheit und hoffentlich auch noch viel Inspiration auf unserer Seite.
    lg

  • #1

    Arno, Innsbruck (Samstag, 02 Mai 2020 13:20)

    Hallo Roman, cooler Blog ... gute Beschreibungen, tolle Fotobegleitung!
    Seit vielen Jahrzehnten ... ich, Jg 1963 … ist der Paschberg mein gelegentlicher "Auslauf"!
    Durch Zufall auf eure Seite gestoßen (auf der Suche nach Infos zu den baulichen Überresten auf dem Lanser Köpfl) und gestern dann zum ersten Mal die Sillschluchterweiterung aus der Erinnerung an deine Beschreibung "nachgelaufen" ... inkl beider Abweichungen von der Ideallinie (Abzweig vom Dr.-Tschurtschenthaler-Weg und kurz danach im Bereich Gluirschhof/Viller Bach) ... :-)
    Danke, g'sund bleiben und weiter so!