Bike&Hike Muttenkopf

2638 Meter

Stubaier Alpen

18. September 2020

Autor: Roman

 

Beschreibung:

Eine der schönsten Bike&Hike-Touren im Obernbergtal führt auf den Muttenkopf (2638 Meter). Der Gipfel im langen Kamm zum Nösslachjoch wartet mit einem herrlichen Fernblick bis nach Innsbruck auf und lässt die benachbarten Kollegen in den Stubaier Alpen von der besten Seite studieren. Los geht es dabei in Obernberg (1380 m) in Richtung Obernberger See, über die Kastnerbergalm (1734 m) wartet eine ruppige Straße bis zum Rad-Depot auf gut 2200 Metern. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Muttenjoch (2398 m) und der schönen Ostflanke des Muttenkopf. Der Abstieg erfolgt am selben Weg - über die schöne Mountainbike-Route der herbstlich gefärbten Lärchenwiesen führt der Weg retour nach Obernberg.  

 

Schwierigkeit: mittel schwierig (markiert/T2/S1)

Von Obernberg über einfache Mountainbike-Strecke zur Kastnerbergalm - weiter auf Karrenweg (ohne Fahrverbot) hinauf zu einer kleinen Hütte auf ca. 2200 Meter (teils ruppig, S1 in der Abfahrt) - wenig schwierig hinauf zum Muttenjoch und Muttenkopf - Abstieg wie Aufstieg.

 

Dauer: 5 Stunden

Höhenmeter: 1339 Meter

Kilometer: 22,3 Kilometer

 

Parkplatz:

Kostenfreie Parkplätze in Obernberg (ca. 1380 m) - kostenpflichtige Parkplätze (8 bis 18 Uhr/2,5 Euro für 3 Stunden, danach 20 Cent pro Stunde) am Obernberger See.

 

Einkehrmöglichkeiten:

am Weg keine

 

Landschaft:    ********** (10/10)

Kondition:              ****** (6/10)

Anspruch:                   **** (4/10)


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Sonnenaufgang mit Hochnebel über dem Inntal am Muttenkopf (2638 Meter).

Es ist Herbst. Eine späte Erkenntnis. Aber wer wenig Zeit mitbringt, kann es sich nicht aussuchen. Also dauert es nach einem Start um 5 Uhr und einer langen Anfahrt im Finsteren bis kurz unter das Muttenjoch, ehe meine Kamera aus dem wenigen Licht den schönen Sonnenaufgang formt.

Bilder vom Aufstieg finden sich chronologisch richtig weiter unten - hier bin ich schon auf den flachen Wiesen oberhalb des Muttenjoch.

 

Blick hinüber zum Hohen Kreuz und zur Rötenspitze, die sich über dem Muttenjoch von der rauen Seite zeigt.

Der Pflerscher Tribulaun, von den Einheimischen aus ersichtlichem Grund "Schere" genannt, bestimmt die Szenerie, davor tritt der Gschnitzer Tribulaun kaum hervor.

Im Obernbergtal herrscht noch bedächtige Ruhe an diesem traumhaften Herbsttag.

Um 6.45 Uhr erreiche ich den Gipfel, der Sonnenaufgang lässt auf sich warten. Dafür liegt der Habicht ruhig und bedächtig vor mir. 

Famoser Blick auf den Hochnebel über Innsbruck, davor Kirchdachspitze, Kesselspitze und markant wie beliebt die Serles.

Was für ein Panorama: Der Muttenkopf (2638 m) mit dem Tuxer Hauptkamm dahinter.

Blick nach Norden zum Hohen Tor und der Zeisspitze.

Im Westen Weißwand sowie hinten der Wilde Freiger.

Aus der Schwarzen Wand wird im Morgenlicht eine rote Wand.

Die Sonnenstrahlen erreichen auch schon den Habicht.

Noch einmal das Gipfelkreuz kurz vor Sonnenaufgang.

Magic moment - Sonnenaufgang beim Fernblick mit Grabspitze und Wilder Kreuzspitze.

Genug gewartet, um kurz vor 7 Uhr rausche ich schon wieder talwärts. Die Sonnenaufgänge sind im September aufgrund des Sonnenstands weit schneller erledigt als im Juni, also gibt es noch mehr als genug wärmende Strahlen für mich.

Auch Blaser und Peilspitze sowie Hohe Burg sind schon gut erhellt.

EInfacher Abstieg mit tollem Tiefblick.

Ich werde die Sonnenaufgänge vermissen, wenn die Tage wieder kürzer werden.

In Summe sind es nur gut 450 Höhenmeter im Abstieg bis zum Mountainbike, die sind in dem Gelände rasch erledigt.

 

Goldene Momente auf goldenen Wiesen.

 

Am Muttenjoch (2398 m) ist das Hinweisschild schon die Jahre gekommen, die Varianten und Möglichkeiten sind aber vielfältig.

 

Einfach zum Genießen.

 

Zurück beim Bike, Schnellspanner rein und ab nach Obernberg.

 

Nach der Dunkelheit bei der Auffahrt liefere ich jetzt gut sichtbar noch einige Bilder nach. Die Strecke ist ruppig, teils steiler, daher ist eine gute Technik vorteilhaft.

 

Hinter einer Kurve lugt der Leitnerberg hervor.

 

Flott geht es dahin im Slalom zwischen den Kuhfladen.

 

Bei der Kastnerbergalm teilen sich die Wege - einerseits bietet sich die Route zum Obernberger See an, die ich aufgefahren bin. Andererseits gibt es da noch meine Route bei den Lärchenwiesen, die anfangs etwas im leichten Auf und Ab dahingeht.

 

Die Szenarie ändert sich und zeigt ein weiteres schönes Gesicht.

 

Und vorbei am Schmiedhof (1526 m) schließt sich die Runde wieder in Obernberg. Der Muttenkopf ist als Bike&Hike-Tour gerade zum Sonnenaufgang ein wahres Märchen. Wieder einmal zeigt die Region ihr Gesicht - und wieder einmal ist es ein sehr schönes.



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